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Barkeeper-Guide Teil II: Warenkunde
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Auf dieser Seite findet Ihr zahlreiche interessante Informationen,
hilfreiche Ratschläge und
einige "Geheimtips" rund um das Mixen und Cocktails - direkt vom Barkeeper.
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Wenn Ihr Fragen habt, die trotz dieser Seite unbeantwortet bleiben, dann verwendet das
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Tipps und Infos vom Barkeeper Teil II
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PFEFFERMINZE UND MINZE
Minze ist ein Überbegriff für mehr als 200 verschiedene Minzarten.
Die wohl bekannteste Art ist die Pfefferminze (mentha piperita).
Innerhalb der Art mentha piperita wird nochmal zwischen weiteren Unterarten unterschieden -
das sollte aber nur für die Botaniker unter Euch von Interesse sein.
Schwierig wird es aber, wenn es um die Frage geht: "Welche Minze soll in den Mojito?"
In deutschen Supermärkten wird Minze meist unter den Namen "Minze" oder "Pfefferminze" angeboten.
Welche genaue Art sich dahinter verbirgt, kann man dabei allerdings nicht wissen!
Die Blattgröße sagt zum Beispiel eher wenig über die Art der Minze aus.
So kann auch die stärkste Pfefferminze kleine Blätter haben, die aber für einen
Mojito ein zu scharfes und intensives Aroma haben, wenn sie im Glas zerdrückt werden.
Mein Tipp:
Kauft die angebotene Minze und reibt dann an den Blättern:
- bei sehr starkem Menthol-Geruch die Blätter nur ins Glas hineinhängen oder leicht andrücken
- bei zarterem Aroma die Blätter zerdrücken und den Blättern so das Aroma durch den Stößel
entlocken
Das Wichtigste: es MUSS frische Minze sein - auf keinen Fall getrocknete!
(Antwort in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pfefferminzmuseum in Eichenau erstellt)
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LIME JUICE UND LIMETTENSAFT
Beim Mixen darauf achten, daß Lime Juice nicht mit Limettensaft
verwechselt wird.
Der Name ist irreführend, denn bei Lime Juice handelt es sich um Limettensirup, der aus Limettensaft, Wasser und
Zucker hergestellt wird und nicht um reinen Limettensaft. Sehr bekannt ist "Rose´s Lime Juice".
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WHISKY MIT UND OHNE "E"
Die Schreibweise "Whiskey" bezieht sich auf das Getränk aus den USA und Irland.
"Whisky" hingegen auf schottischen Whisky, auch Scotch genannt. Auch Produzenten
in anderen Ländern, wie
zum Beispiel die des legendären DYC aus Spanien, nutzen die Schreibweise "Whisky".
Bourbon ist amerikanischer Whiskey, hergestellt aus Mais.
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RUM, CACHACA UND PISCO
Rum, Cachaca und Pisco sind die drei größten Spirituosen Südamerikas.
Rum ist ein Destillat aus Zuckerrohrprodukten. Meistens wird zur Rumherstellung
entweder Zucker und Wasser oder Melasse (der Teil des Zuckers, der bei der Zuckerherstellung nicht kristallisiert)
und Wasser verwendet. Brauner Rum ensteht durch die Beigabe kleiner Mengen Karamel
oder durch die Lagerung in speziellen Holzfässern.
Cachaca ist das Nationalgetränk Brasiliens und wird im Gegensatz zu Rum aus frischem Zuckerrohr
hergestellt und nicht aus
den Produkten, die aus Zuckerrohr gewonnen werden (Zucker und Melasse). Cachaca
ist somit ein Zuckerrohrbrand (der Saft des noch grünen Zuckerrohrs gärt in Fässern und wir mehrmals aufgekocht). Cachaca
ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt und wir vor allem in Nordosten Brasiliens, auch unter der
Bezeichnung Aguardente de Cana destilliert.
Der Pisco, ein sechs Monate gereiftes Destillat aus Muskatellertrauben, kommt ursprünglich aus der
südlich von Lima gelegenen peruanischen Hafenstadt Pisco. Die größten Piscoproduzenten
sitzen heute allerdings in Chile.
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COGNAC, BRANDY, WEINBRAND UND BRANNTWEIN
Cognac dürfen sich nur Brandies aus einem bestimmten Gebiet in Frankreich nennen. Jeder Cognac ist also
ein Brandy, aber nicht jeder Brandy ein Cognac.
Ein Brandy ist ein Branntwein aus Wein, auch Weinbrand genannt.
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KIRSCHLIKÖR UND CHERRY BRANDY LIQUEUR
Bei den Zutaten darauf achten, daß Kirschlikör und Cherry Brandy Liqueur
nicht verwechselt wird. Kirschlikör ist ein reiner Fruchtsaftlikör. Cherry Brandy hingegen enthält auch einen geringen Anteil
40%igen Kirschwassers.
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LÄUTERZUCKER UND ZUCKERSIRUP
Zuckersirup ist auch als Läuterzucker oder als flüssiger
Rohrzucker bekannt. Diese drei Produkte sind identisch.
Die meisten Produkte führen aber inzwischen die Bezeichnung Zuckersirup auf dem Etikett.
(Zuckersirup kann man auch selbst herstellen. Wie das
geht, steht hier >>>)
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SODA UND MINERALWASSER
Um die Spannung vorwegzunehmen. Es ist egal, ob Ihr Mineral-, Tafel- oder Sodawasser
bei der Zubereitung
von Cocktails verwenden. Entscheidend ist, daß das Wasser kohlensäurehaltig ist.
Nicht jedes Wasser darf aber die Bezeichnung Mineralwasser führen.
Mineralwasser muß vor dem Verkauf als ein solches amtlich
anerkannt werden, wofür strenge Kontrollen notwendig sind - es müssen etwa
200 chemische Substanzen analysiert werden.
Je nach diesen chemischen Inhaltsstoffen und deren Verhältnis zueinander darf/muß
sich dann ein Wasser Mineralwasser, Sodawasser oder Tafelwasser nennen.
Das "klassische" Sodawasser wird von der Firma Schweppes angeboten.
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