Was in die Hausbar gehört und welche Flaschen sich lohnen
Für klassische Cocktails brauchen Sie keine riesige Flaschensammlung. Mit sieben Basisspirituosen, einer Handvoll Likören und ein paar Zutaten aus Kühlschrank und Vorratsschrank lässt sich der allergrößte Teil der Rezepte auf dieser Website mixen. Auf dieser Seite finden Sie, womit Sie am besten anfangen und welche Flaschen ich empfehle.
Ein Grundsatz vorweg: Lieber wenige gute Flaschen als viele mittelmäßige. In einem Cocktail mit drei Zutaten schmeckt man jede einzelne heraus. Wer mehr über die Unterschiede zwischen Whisky und Whiskey, Rum und Cachaça oder Cognac und Weinbrand wissen möchte, findet das im Barkeeper-Guide für Fortgeschrittene.
Die sieben Basisspirituosen
Fast jeder klassische Cocktail baut auf einer dieser Spirituosen auf. Im Zutatenfinder können Sie sich von jeder aus zu den passenden Rezepten durchklicken.
Gin
Die Basis für Martini, Gimlet, Gin Fizz und Gin Tonic. Für Cocktails eignet sich ein klassischer London Dry Gin mit deutlicher Wacholdernote am besten. Mein Favorit ist der Tanqueray No. Ten, der mit frischen Zitrusfrüchten destilliert wird und dadurch besonders frisch und sauber schmeckt.
Rum
Für Daiquiri und Mojito brauchen Sie einen hellen, eher leichten Rum, für Mai Tai und Planter's Punch einen dunklen, gereiften. Der Plantation 3 Stars ist ein heller Rum mit viel Charakter für die frischen Klassiker. Der Ron Zacapa aus Guatemala wird im Solera-Verfahren gereift und ist besonders weich und rund.
Wodka
Wodka soll im Cocktail vor allem sauber und neutral sein, etwa im Moscow Mule, im Cosmopolitan oder im White Russian. Grey Goose wird aus französischem Winterweizen hergestellt und ist sehr rein und mild. Eine gute Alternative mit klassischem Charakter ist Russian Standard.
Whisky
Für Old Fashioned, Manhattan und Whisky Sour empfehle ich einen Bourbon. Er bringt Vanille- und Karamellnoten mit, die zu diesen Klassikern hervorragend passen. Der Woodford Reserve Double Oaked reift zuletzt in einem zweiten, stark ausgebrannten Fass und ist dadurch besonders vollmundig.
Tequila
Für Margarita und Tequila Sunrise sollte es ein Tequila aus 100 % blauer Agave sein, das steht auf dem Etikett. Günstige Mixto-Tequilas enthalten auch andere Zucker und schmecken deutlich schärfer. Der Patrón Silver ist ein klarer, milder Tequila aus 100 % Agave.
Cachaça
Der brasilianische Zuckerrohrbrand ist die Grundlage der Caipirinha und der Batida-Drinks. Anders als Rum wird Cachaça aus frischem Zuckerrohrsaft gebrannt und schmeckt dadurch grasiger und frischer.
Cognac und Brandy
Für Sidecar, Brandy Alexander und B & B. Ein junger Cognac der Qualität V.S. genügt für Cocktails völlig, die älteren Qualitäten trinkt man besser pur.
Liköre
Liköre bringen Süße und Aroma in den Drink. Am Anfang genügen zwei oder drei. Welche, hängt davon ab, welche Cocktails Sie am liebsten mögen.
Orangenlikör
Der wichtigste Likör der Hausbar: Er steckt in Margarita, Sidecar, Cosmopolitan, White Lady und Mai Tai. Cointreau ist der Klassiker aus süßen und bitteren Orangenschalen. Ein Triple Sec ist die günstigere Alternative, Blue Curaçao der farbige Verwandte.
Kaffeelikör
Für White Russian, Black Russian und Wodka Espresso. Mr Black aus Australien wird mit kalt extrahiertem Kaffee hergestellt und ist deutlich weniger süß als die bekannten Supermarktmarken, der Kaffee schmeckt dadurch viel natürlicher.
Bitterliköre und Kräuterliköre
Campari gehört in jeden Negroni, Aperol ist die mildere und fruchtigere Variante. Bénédictine ist der Kräuterlikör für B & B und April Shower.
Fruchtliköre
Für bestimmte Klassiker brauchen Sie einen speziellen Fruchtlikör, etwa Kirschlikör für den Singapore Sling, Aprikosenlikör für die Bermuda Rose oder Crème de Cacao für den Brandy Alexander. Diese Flaschen lohnen sich, sobald Sie den jeweiligen Drink öfter mixen.
Wermut und Bitters
Roter Wermut gehört in Manhattan und Negroni, trockener Wermut in den Martini. Wichtig: Wermut ist ein Wein und sollte nach dem Öffnen im Kühlschrank stehen und innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden. Ein paar Spritzer Angostura Bitters runden viele Klassiker ab, vom Old Fashioned bis zum Manhattan.
Sirupe, Säfte und Filler
Zuckersirup können Sie selbst kochen oder fertig kaufen. Frische Zitronen und Limetten sollten Sie immer im Haus haben, denn frisch gepresster Saft ist durch nichts zu ersetzen. Für Longdrinks brauchen Sie dazu gute Filler wie Ginger Beer oder Soda, für die Tiki- und Karibikdrinks Kokoscreme und Grenadine.
Alkoholfreie Alternativen
Für Gäste, die keinen Alkohol trinken, gibt es inzwischen gute alkoholfreie Spirituosen, mit denen sich viele Klassiker nachmixen lassen.
Was Sie neben den Zutaten an Werkzeug brauchen, finden Sie unter Cocktail-Zubehör, die passenden Gläser unter Cocktailgläser.
